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Gängige Erdbeersorten im Überblick

Es gibt über 100 Erdbeersorten, die alle ihre eigenen Charakteristika hinsichtlich Aussehen und Geschmack ihrer Früchte sowie ihrer Ertragsmenge und Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten haben: Eine früh reifende Erdbeersorte ist die Honeoye, deren stumpfkegelförmige Frucht dunkelrot glänzt. Sie hat einen guten, wenn auch leicht säuerlichen Geschmack, der allerdings bei starkem Behang, dichtem Blattwerk oder schwülheißer Witterung auch leicht bitter werden kann. Die Honeoye liefert hohe Erträge, ist jedoch auch anfällig für Wurzelkrankheiten. Ihre Früchte eignen sich sehr gut für Marmeladen und Desserts. Die früh bis mittelfrüh reifende Darselect besitzt eine mittelrote kegelförmige Frucht und einen sehr guten Geschmack. Mit einem mittleren Ertrag ist die aus Frankreich stammende Pflanze allerdings sehr anfällig für Blütenfrost und Mehltau, sie eignet sich eher für den Süden Deutschlands. Die Elsanta ist eine gut haltbare Erdbeersorte mit gutem bis sehr gutem Geschmack und heller, orange-roter Farbe. Bei regnerischer Witterung kann sie etwas wässerig schmecken. Die Pflanze liefert jedoch einen hohen bis sehr hohen Ertrag, ist allerdings anfällig gegenüber Wurzelkrankheiten. Im Garten sollte man bei dieser Pflanze auf einen durchlässigen Boden und Pflanzenschutz achten und auch den Standortwechsel berücksichtigen. Im Vergleich dazu hat die Sonata eine etwas kräftigere Farbe, eine weichere Fruchthaut und teilweise einen besseren Geschmack. Sie ist zwar sehr anfällig für Rhizomfäule, aber bildet kaum mickrige Früchte und konnte sich schon flächendeckend im Erwerbsbau durchsetzen, obwohl sie eine relativ neue Sorte ist.

Von Lambada bis Mieze Schindler

Von Lambada bis Mieze Schindler - wir erklären die gängigsten Erdbeersorten. (Foto: © Pelz)
Von Lambada bis Mieze Schindler - wir erklären die gängigsten Erdbeersorten. (Foto: © Pelz)
Der Geschmack der Lambada wird von vielen als außergewöhnlich gut bezeichnet, sie hat den Nachteil, dass ihr Ertrag leider nur mittelmäßig und die Pflanze selbst sehr anfällig für Mehltau ist. Da ihre Früchte sehr saftig sind, sollten sie nach der Ernte schnell verzehrt werden. Die Korona reift mittelfrüh und bildet rote bis dunkelrote Früchte, die zu Beginn sehr groß sind, im weiteren Verlauf der Erne aber kleiner werden. Sie ist zwar anfällig für Fruchtfäulen, bietet aber einen sehr guten Geschmack und hohen Ertrag. Für den heimischen Garten ist sie - vor allem auf leichten Böden - besonders gut geeignet. Erst spät reifen die Früchte der ertragreichen Florence. Die regelmäßig kegelmörmigen, mttelroten Früchte haben manchmal einen bräunlichen oder violetten Schimmer, deren Geschmack deutlich variieren kann. Die berühmte Mieze Schindler ist eine Spätsorte mit kleinen bis mittelgroßen, aber hocharomatischen Früchten, die in ihrer Form ein bisschen an Himbeeren oder Brombeeren erinnern. Ihr Ertrag ist mittelmäßig und sie ist anfällig für Frucht- und Blattfäule, aber ihr besonders süßes und zartes Aroma, das dem der Walderdbeeren ähnelt, lässt ihre Beliebtheit nicht schwinden. Da ihre Früchte sehr weich sind, findet man sie aber eigentlich nur in Hausgärten. Die Mieze Schindler kann sich nicht selbst bestäuben, deshalb muss eine entsprechende andere Sorte dazu gepflanzt werden. Dazu bietet sich die beliebte und wohl bekannnteste Sorte Senga Sengana an, deren mittelgroße, dunkelrote Früchte mittelfrüh reifen. Sie eignen sich hervorragend zum Einkochen und Einfrosten, aber natürlich auch für den frischen Verzehr. Mit Ausnahme der Anfälligkeit für Fruchtfäule ist diese Sorte sehr robust. Die Primera trägt hellrote, feste, süße und sehr aromatische Früchte, die sich besonders gut für Marmelade und Torten oder Obstböden eignen. Sie reifen sehr früh und zeichnen sich durch eine gute Krankheitsresistenz aus. Praktisch ist auch, dass diese Pflanzen auf allen Böden wachsen. Ebenfalls geeignet für Marmelade und Torten ist die Junita mit ihren großen, festen, hell- bis mittelroten und sehr süßen und aromatischen Früchten. Sie liefert einen hohen Ertrag und wird mittelfrüh geerntet.
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