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Kiwi im eigenen Garten

Die Kiwi gehört zu den beliebtesten exotischen Früchten, die sich einen festen Platz in unseren Supermarktregalen erobert haben. Ursprünglich war sie in Südchina beheimatet, ist aber heute auf der ganzen Welt verbreitet. Aufgrund ihrer rauen und leicht stacheligen Schale wird sie auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet. Die Kiwis wachsen an einem den Kletterpflanzen zugehörigen Strauch, der bis zu 1000 der 2 bis 8 cm großen Früchten tragen kann. Wie alle Südfrüchte gelten auch Kiwis als echte Vitamin C-Bomben und sind deshalb sehr gesund. Ihr grünes und saftiges Fruchtfleisch schmeckt zu Beginn der Reifung eher säuerlich, wird aber mit zunehmender Reife immer süßer. Doch nicht nur in exotischen Breitengraden, sondern auch bei uns kann man die leckeren Früchte anbauen und ernten, dabei sind jedoch einige Hinweise zu beachten.

Tipps zum Kiwi-Anbau in unseren Breiten

Eine leckere Kiwi aus dem eigenen Garten. (Foto: © Morgenstern)
Eine leckere Kiwi aus dem eigenen Garten. (Foto: © Morgenstern)
Am Lehrstuhl für Obstanbau der Technischen Universität München-Weihenstephan wurde die sogenannte "Weiki", die bekannteste deutsche Kiwipflanze gezüchtet, die besonders robust und pflegeleicht ist und sich deshalb auch besonders gut für Anfänger eignet. Selbst tiefste Temperaturen, nämlich bis zu 30° Celsius tun der Pflanze nichts an. Die Weiki, die auch "Bayern-Kiwi" genannt wird, besitzt ebenso wie die ursprüngliche Kiwi-Frücht aus China sowohl weibliche als auch männliche Blüten, von denen jedoch nur die weiblichen Blüten in der Lage dazu sind, Kiwi-Früchte bilden zu können. Alternativ zu dieser selbstbefruchtenden Sorte gibt es auch rein männliche und weibliche Pflanzen, die dann zur Bildung der Frucht jedoch beide benötigt werden. Der ideale Boden für die Kiwipflanze, die am besten im späten Frühjahr gepflanzt werden sollte, ist schwer und mit Hilfe von Sägemehl oder Sand aufgelockert. Er sollte stets durch Mulch feucht gehalten werden. Als besonders gut haben sich großzügige Pflanzplätze in der Nähe von Hauswänden erwiesen, an denen ein Rankgerüst angebracht ist, damit die schnell wachsenden Kletterpflanzen nicht den Halt verlieren. In den ersten Jahren sind die Pflanzen noch etwas frostanfällig, sie sind aber leicht durch Reisigabdeckungen vor Erfrierungen zu schützen. Nach einigen Jahren sollte regelmäßig im Frühjahr gedüngt werden. Hierzu eignet sich am besten Kompost oder trockener Mist. Nach vier bis sechs Jahren trägt die Pflanze in den Monaten August und September die ersten Früchte, die bereits geerntet werden können. In unseren Breitengraden können die Kiwis bis in den November hinein geerntet werden, die dann ihre ganze Süße entfalten.
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