Kiwi im eigenen Garten
Tipps zum Kiwi-Anbau in unseren Breiten
Am Lehrstuhl für Obstanbau der Technischen Universität München-Weihenstephan wurde die „Weiki“, die bekannteste deutsche Kiwipflanze gezüchtet, die besonders robust und pflegeleicht ist und sich deshalb auch besonders gut für Anfänger eignet. Selbst klirrende Kälte, nämlich bis zu –30° Celsius tun der Pflanze nichts an. Die Weiki, die auch „Bayern-Kiwi“ genannt wird, besitzt ebenso wie die ursprünglichen chinesischen Kiwis sowohl weibliche als auch männliche Blüten, von denen jedoch nur die weiblichen Blüten Kiwifrüchte bilden können. Alternativ zu dieser selbstbefruchtenden Sorte gibt es auch rein männliche und weibliche Pflanzen, die dann zur Fruchtbildung jedoch beide benötigt werden. Der ideale Boden für die Kiwipflanze, die am besten im späten Frühjahr gepflanzt werden sollte, ist schwer und mit Hilfe von Sägemehl oder Sand aufgelockert. Er sollte stets durch Mulch feucht gehalten werden. Als besonders gut haben sich großzügige Pflanzplätze in der Nähe von Hauswänden erwiesen, an denen ein Rankgerüst angebracht ist, damit die schnell wachsenden Kletterpflanzen nicht den Halt verlieren. In den ersten Jahren sind die Pflanzen noch etwas frostanfällig, sie sind aber leicht durch Reisigabdeckungen vor Erfrierungen zu schützen. Nach einigen Jahren sollte regelmäßig im Frühjahr gedüngt werden. Hierzu eignet sich am besten Kompost oder trockener Mist. Nach vier bis sechs Jahren trägt die Pflanze in den Monaten August und September die ersten Früchte, die bereits geerntet werden können. In unseren Breitengraden können die Kiwis bis in den November hinein geerntet werden, die dann ihre ganze Süße entfalten.