Lilienzwiebeln setzen
Lilien sind wunderschöne Sommerblüher, die in immer mehr Gärten zu bewundern sind. Wer seinen Garten ebenfalls mit diesen alten Pflanzen verschönern will, sollte ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen suchen, das über den geeigneten Boden verfügt. Der darf nämlich weder zu Staunässe neigen noch zu schwer sein. Ideal ist ein Sandboden, der das Regenwasser gut nach unten durchlässt. Wer nicht gerade zufällig einen solchen Boden im garten hat, kann man schwere Böden auch entsprechend bearbeiten, so dass auf die Lilien nicht verzichtet werden muss. Hierzu gräbt man ein etwa 20-25 Zentimeter tiefes Loch und füllt dieses etwa 10 Zentimeter mit einer selbst gemachten Mischung. Diese besteht aus einem Drittel Sand, einem Drittel Kompost und einem Drittel der ausgehobenen Gartenerde. Der Sand sorgt für die gute Durchlässigkeit des Regenwassers und der Kompost fungiert als organischer Dünger. Auf die 10 Zentimeter dieser Mischung werden dann die Lilienzwiebeln gelegt und zwar immer mit der Spitze nach oben. Beim Lilienzwiebeln setzen ist zu beachten, dass sie immer in einem Abstand von etwa 10 Zentimetern gelegt werden müssen. Auf den Zwiebeln wird dann der Rest des Gemischs locker verteilt, als Faustregel gilt, dass diese Schicht etwa dreimal so dick wie die Zwiebeln selbst sein muss.
Die Lilie – prachtvolle und sagenumwobene Pflanze
Damit die Zwiebeln gut über den Winter kommen, wird obenauf eine weitere, etwa 5 Zentimeter dicker Gemisch-Schicht gegeben. Dann heißt es warten, bis die Lilien im Frühsommer langsam herauswachen und Knospen ansetzen. Die ideale Setzzeit für Lilienzwiebeln ist September/Oktober. Lilien gehören nicht nur zu den schönsten, sondern auch den ältesten und sagenumwobensten Gartenpflanzen – kein Wunder, dass sie so beliebt sind und es heute in jedem Gartencenter ein reichhaltiges Angebot gibt, aus dem man seine Lieblingssorte wählen kann! Experten schätzen, dass aktuell etwa 2000 Sorten im Handel erhältlich sind und in jedem Jahr kommen neue Züchtungen dazu. Für eine so alte Pflanze wie die Lilie gibt es sogar eine Legende zur Entstehung: Demnach trank Herkules an der Brust der schlafenden Hera, um Unsterblichkeit zu erlangen. Die dabei zu Boden fallenden Milchtropfen waren die Ursprünge der Lilien. Außerdem wird der Lilie auch heilende Wirkung zugeschrieben. Schon Hildegard von Bingen wusste, dass der Saft der Lilie Schuppenflechte lindern kann. Die prachtvollen Blüten kann man ab Juni bewundern, sie halten sich mehrere Wochen lang.