Vertikutierer Tipps und Tests
Um altes
Schnittgut oder Moos aus dem Rasen zu entfernen und den Boden so besser zu belüften, benutzt man am besten einen so genannten Vertikutierer. Man kann auch mit einer engzahnigen Harke vertikutieren, doch diese Arbeit ist sehr viel anstrengender als mit einem Vertikutierer, der ein besseres und gleichmäßigeres Ergebnis erzielt. Sie entfernen nicht nur Moos und abgestorbende Gräser, sondern reißen die Bodenoberfläche auch leicht an, so dass der Rasen zu neuem Wachstum angeregt wird. Der beste Zeitpunkt hierfür ist zwischen Mitte April und Ende Mai. Voraussetzung für ein erfolgreiches Vertikutieren ist, dass das Gras schon gut erkennbar wächst und nicht zu nass ist. Auch nach dem zweiten oder dritten Rasenschnitt ist noch ein Vertikutieren möglich. Vertikutierer verfügen über ein rotierendes Federstahlmesser oder Federn, die senkrecht in den Boden einschneiden und das Moos und die abgestorbenen Gräser hinter sich oder in einen Fangsack werfen. Die Schnitttiefe ist manuell einstellbar und erfolgt entweder über die Radhöhe oder über die Messerwelle. In der Regel sollte sie höchstens 1-2 cm betragen. Es gibt verschiedene Arten von Vertikutierern: Die einfachsten Modelle sind Handvertikutierer, die mit reiner Muskelkraft angetrieben werden. Je nach Größe der Rasenfläche kann die Arbeit mit einem solchen Vertikutierer sehr kräftezehrend sein, deshalb bieten sich bei großen Rasenflächen elektrische oder benzinbetriebene Vertikutierer an. Bei diesen Geräten wird die Messerwelle von einem Motor angetrie- ben. Vertikutierer mit Elektromotor sind deutlich günstiger in der Anschaffung als Benzin-Vertikutierer, allerdings können sie immer nur in einer Nähe der Steckdose eingesetzt werden und bei der Arbeit selbst muss natürlich auch auf das Kabel geachtet werden. Vertikutierer mit Benzinmotor sind zwar deutlich teurer, liefern dafür aber mehr Kraft und Leistung und sie können überall eingesetzt werden.
Der perfekte Vertikutierer und die besten Geräte im Test

Wie Sie durch Vertikutieren einen gepflegten Rasen bekommen. (Foto: © Rheinländer)
Bei der Auswahl eines Vertikutierers, die sowohl im Fachhandel als auch im Discounter erhältlich sind, sollte man darauf achten, dass nicht nur ein günstiger Preis, sondern auch die Qualität des Geräts stimmt. So zeichnet sich ein guter Vertikutierer dadurch aus, dass er gute, große und vor allem stabile Räder und hochwertige Messer besitzt und verwindungsfrei geschoben werden kann. Experten empfehlen hierfür einen Raddurchmesser von 15-20 cm. Je nach Modell variiert auch die Schnittbreite, die in der Regel zwischen 30 und 50 cm liegt. Welche Schnittbreite sinnvoll ist, hängt von der Rasenfläche ab; bei einer großen Fläche kann eine große Schnittbreite viel Zeit ersparen, während sich für Rasenflächen mit Bäumen oder Beeten leichter zu manövrierende Vertikutierer mit schmalerer Schnittbreite anbieten. Wir möchten Ihnen im Folgenden einige Vertikutierer vorstellen, die in verschiedenen Tests sehr gut abgeschnitten haben: Der Wolf-Garten UV 32 EV, der sich gut für mittelgroße Rasen- flächen eignen, wurde von Living-at-Home als "sehr gut in Leistung und Komfort" bewertet. Er hat eine Arbeitsbreite und 32 cm, 14 Doppelmesser, eine Motorleistung von 1200 Watt und 20 cm große Räder. Die Arbeitstiefe kann oben am Holm stufenlos verstellt und an einer Skala abgelesen werden. Das Magazin "Heimwerker Praxis" kürte im letzten Jahr den SABO 35-V EL zum "Werkzeug des Jahres". Der 1600 Watt Elektro-Vertikutierer ist ideal für große Flächen bis 700 m² . Die Note "sehr gut" erhielt auch der deutlich günstigere Bosch AVR 1100 mit 1100 Watt Leistung und 32 cm Schnitt- breite. Wer sich keinen eigenen Vertikutierer kaufen möchte, kann sich auch im Fachhandel ein hochwertiges Gerät - zu meist kleinem Preis - mieten.
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