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Was tun bei Birnengitterrost?

Birnbäume im Garten sind sehr empfindlich gegen zahlreiche Schädlinge und Krankheiten. Die häufigste Krankheit eines Birnbaums ist der so genannte Birnengitterrost. Bislang gibt es keine Birnbäume, die gegen diese Krankheit resistent sind. Genaugenommen handelt es sich bei dem Birnengitterrost um einen Pilz, der verschiedene Pflanzenarten befällt. Er zeigt sich durch orangefarbene Flecken an den Blättern, die - treten sie nur in geringem Ausmaß auf - den Baum nicht schädigen. Als geringes Ausmaß gelten 1-5 Flecken pro Blatt. Die Flecken treten im Mai auf und wachsen im Laufe des Sommers auf eine Größe von bis zu 1 cm Durchmesser an. Allerdings kann ein starker Befall den Baum durchaus schädigen, hier müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Besonders jungen Birnbäumen droht durch den Birnengitterrost ernsthafte Gefahr, während er für ältere Pflanzen einen zusätzlichen Stressfaktor darstellt. Die Folge sind vorzeitiger Blattfall, Beeinträchtigung des Wuchses und Ernteeinbußen.

Bekämpfung von Birnengitterrost

Erste Anzeichen von Birnengitterrost sollten sofort bekämpft werden. (Foto: © Havlena)
Erste Anzeichen von Birnengitterrost sollten sofort bekämpft werden. (Foto: © Havlena)
In einigen Fällen reicht es bei leichtem Befall aus, die erkrankten Blätter sorgfältig zu entfernen und im Müll zu entsorgen. Am wirksamsten bei starkem Befall sind entsprechende Spritzungen, die sehr aufwändig sind und mehrmals wiederholt werden müssen, damit sie ihre Wirksamkeit entfalten können. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Fungiziden oder MItteln zur Schorfbe- kämpfung, die am besten in der Sporenflugphase erfolgt, also noch bevor die Blätter des Birnbaums die charak- teristischen Flecken aufweisen. Die beste Behandlungs- zeit ist kurz vor der Blüte, hier sollte im Abstand von 10-12 Tagen dreimal gespritzt werden. Da die Infektion in jedem Jahr neu erfolgt, reicht eine einmalige Behand- lung pro Jahr in der Regel nicht aus. Man kann dem Befall von Birnengitterrost auch vorbeugen, indem man darauf achtet, dass in der Nähe von Birnbäumen keine Wacholder-Pflanzen wachsen oder nur solche, die gegen den Pilz resistent sind. Dieser siedelt sich nämlich mit Vorliebe und dauerhaft auf verschiedenen Wacholder-Arten an und sorgt dort für knotige Verdickungen der Äste. Durch den Wind werden die Sporen des Pilzes im Frühjahr auf die Blätter von Birnbäumen übertragen. Auch Fliegen und Wespen verbreiten die Sporen von den Wacholder-Pflanzen weiter. Befallene Wacholder-Pflanzen in der Nähe sollten deshalb auch behandlet werden.

Dies geschieht, indem die erkrankten Triebe zurückgeschnitten oder aber der komplette Wacholder entfernt wird. Um das Risiko für Birnengitterrost zu minimieren, kann man auch von vorneherein Birnsorten auswählen, die weniger anfällig für diesen Pilz sind. Hierzu gehören die Sorten "Bunte Juli", "Clapps", "Condo", "Doppelte Phillips", "Gellert", "Gräfin von Paris" und "Gute Luise". Stark bzw. sehr stark anfällig für Birnengitterrost sind dagegen die Sorten "Alexander Lukas", "Gute Graue", "Mollebusch", "Vereinsdechants" und "Williams Christ".
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